Das Bergbaugebiet von Laurion liegt auf der griechischen Halbinsel Attika, etwa 60 km südöstlich von Athen. Hier wurde schon von den alten Griechen in der Antike silberhaltiger Bleiglanz abgebaut. Heutzutage gibt es weltweit nur wenige Lagerstätten, welche über eine so reichhaltige Vielfalt an Mineralien verfügen. Derzeit sind etwa 750 verschiedenene Mineralarten aus Laurion bekannt, wobei etliche hier z.b. als Typlokalität (TL) neu entdeckt worden sind und nach Örtlichkeiten oder Personen benannt wurden, die mit dem Bergbau oder der Mineralogie verbunden sind.

Meinen persönlichen Bezug zu den Mineralien Laurions habe ich den Sammlerkollegen von der Mineralogischen Arbeitsgemeinschaft Schwechat zu verdanken. Viele meiner Kollegen und Freunde sind schon seit einigen Jahrzehnten an der Forschungsarbeit beteiligt und haben schon etliche Male die antiken Stollen mit so klingenden Namen wie Christiana, Jean BaptisteSerpieri oder Esperanza, befahren und sehr viel zur Erforschung der komplexen Geologie und Mineralogie von Laurion beigetragen. Eigens erwähnen möchte ich auch die äußerst kompetente griechische Sammlergemeinde, welche in Zusammenarbeit mit Universitäten und Bildungseinrichtungen vor Ort sehr gute wissenschaftliche Arbeit leistet. 2019 wurde vom Kollegen Vasilis Stergiou im Plaka Nr. 80 Stollen wieder ein neues Calzium-Zink Arsenat entdeckt, welches von der IMA als Stergiouit anerkannt wurde.

Dadurch wurde auch ich mit dem Laurion-Virus infiziert ;-) und habe mich dann auch sehr umfangreich mit der Mineralogie von diesem legendären Bergbaugebiet beschäftigt.

Meine Laurion Sammlung umfasst die bekannten klassischen Mineralien wie Smithsonit, Azurit, Gips, Adamin um nur einige zu nennen, aber auch seltene bzw. neu entdeckte Mineralien von folgenden Fundorten/Minen:

Lavrion (Laurion), Bergbaudistrikt

Dipseliza 28  - vorwiegend Mimetesit, Hemimorphit etc.
Besonderheiten: n/a

Hilarion Mine No. 50  - vorwiegend Cu-Sekundärmineralien wie Cuprit, Brochantit, Malachit und Devillin
Besonderheiten: Hilarionit oder Kaňkit, Lemanskiit, Parnauit, Chalkanthit, Cyanotrichit, Aurichalcit, Mixit

Jean Baptiste Mine  - interessante Paragenese: Ktenasit (TL), Austinit, Adamin vorwiegend
Besonderheiten: schöne größere farblose Fluorit-Würfel m. Austinit

Serpieri Mine  - bekannt für sehr schöne Admine, vorwiegend die Cu-Variante, Rosasit, Zinkaluminit
Besonderheiten: Al-Adamin - seltene bläuliche Variante – TL für Laurion!

Christiana Mine  - wieder vorwiegend Cu-Sekundärmineralisation wie Adamin, Agardit, Azurit, Malachit,
Besonderheiten: Segnetit, Chenevixit, Ralstonit, Chlorargyrit, Tripuhyit

Esperanza Mine  - Interessantes Vorkommen mit Cadmium-, Chlorid- und Sulfatmineralien. Bemerkenswert wegen der Cadmiumgehalte im anstehenden Sulfiderz, was zu einer Sekundärparagenese führte, wie sie in Lavrion und weltweit einzigartig ist. 
Besonderheiten: Niedermayrit (TL), Katerinopoulosit, Annabergit, Antlerit

Km 3 Mine  - Bekannt wegen der wunderschönen grünen Annabergite und den Ni-Adaminen
Besonderheiten: n/a

Megala Pefka  - Mimetesite sehr orange, Malachit und Serpierit
Besonderheiten: n/a

Plaka Minen

Paleokamariza Mine Nr. 18  - berühmt wegen seinen roten Baryt und Gips-Vorkommen sowie Skorodit. 2016 wurden dort U-Mineralien entdeckt.
Besonderheiten: Sklodowskit, Coelestin, Karminit, Mimetesit (weiße xx), Segnitit 

Adami Nr. 2  - Ablagerungen von Blei, Eisen, Arsen, Antimon und Silber. Große Erzgänge gefüllt mit gediegen Arsen/Stibarsen und einer Oxidationszone reich an sekundären Arsenmineralien. Mimetesit und schöne Wulfenit xx.
Besonderheiten: Parasymplesit, Pyrargyrit, Arsen ged, Silber ged., Pikropharmakolith und winzige blaue Chalcedon xx.

Plaka Mine Nr. 145  - Baryt tw. mit Sphalerit, Cerussit, Mimetesit
Besonderheiten: Annabergit, Antimonit, Lepidokrokit, Hedyphan, Hetaerolith

Plaka Mine Nr. 80  - Sphalerit, Mimetesit
Besonderheiten:Silber, Antimonit, TL von Stergiousit

Sounion Distrikt

Sounion Minen und Barbara Mine  - Beudantit, Smithsonit, Gordait, 
Besonderheiten: Collinsit, Fibroferrit


Anmerkungen: Laurion verfügt auch über einige antike Schlackenfundstellen, welche auf einer eigenen Seite behandelt werden.
Alle Fundpunkte für obig genannte Mineralien sind auch nicht eindeutig, weil ich aus gesicherter Quelle weiß, dass die meisten Stollen miteinander verbunden sind. Dies trifft besonders auf die Kamariza zu.

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